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Toleranzen: So eng wie nötig, so weit wie möglich

Realistische Toleranzen senken Ihre Fertigungskosten und beschleunigen die Lieferung.

MV Renner Team20. Dezember 20252 Min.

Der Toleranz-Irrglaube

Viele Konstrukteure geben aus Gewohnheit extrem enge Toleranzen vor, obwohl die Funktion des Bauteils auch mit weitereren Toleranzen gewährleistet wäre. Enge Toleranzen erfordern jedoch mehr Aufwand in der Fertigung, längere Rüstzeiten und erhöhen die Ausschussquote - und damit Ihre Kosten.

Standardtoleranzen nach ISO 2768

Für die meisten Blechbauteile sind die allgemeinen Toleranzen nach ISO 2768-mK (mittel) oder ISO 2768-cK (grob) vollkommen ausreichend. Diese Norm definiert Toleranzen für Längenmaße, Winkel, Form und Lage. Wir empfehlen, diese Standards zu nutzen, sofern keine besonderen funktionalen Anforderungen bestehen.

Toleranzen für Biege- und Laserteile

Beim Biegen sind Toleranzen von ±0,5 mm bis ±1 mm üblich, abhängig von Materialstärke und Biegewinkel. Beim Laserschneiden können Toleranzen von ±0,1 mm bis ±0,3 mm erreicht werden, jedoch steigen die Kosten bei Werten unter ±0,2 mm deutlich an.

Unsere Empfehlung

Geben Sie nur dort enge Toleranzen vor, wo sie wirklich benötigt werden - beispielsweise bei Passbohrungen oder Montageflächen. Für alle anderen Maße verwenden Sie Standardtoleranzen. Wir beraten Sie gerne, welche Toleranzen für Ihr Bauteil wirtschaftlich und technisch sinnvoll sind.

Kategorie

Konstruktion & DfM

Schlagwörter

ToleranzenBlechbearbeitungKonstruktionKosten

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