Design for Manufacturing: So konstruieren Sie richtig
7 praktische Tipps, wie Sie Bauteile fertigungsgerecht gestalten und Kosten sparen.
Warum DfM wichtig ist
Design for Manufacturing (DfM) bedeutet, Bauteile von Anfang an so zu konstruieren, dass sie wirtschaftlich und qualitativ hochwertig gefertigt werden können. Eine gute DfM-Konstruktion senkt Ihre Kosten, verkürzt Lieferzeiten und reduziert Fehlerquellen. Als Ihr Partner in der Lohnfertigung geben wir Ihnen hier unsere wichtigsten Tipps.
Tipp 1: Standardradien verwenden
Verwenden Sie für Biegeradien möglichst Standardwerte (z.B. R1, R2, R5 mm). Nicht-standardradien erfordern Sonderwerkzeuge, die Kosten und Lieferzeit erhöhen. Faustregel: Der Biegeradius sollte mindestens der Materialstärke entsprechen.
Tipp 2: Mindestabstände einhalten
Halten Sie Mindestabstände zwischen Biegekanten und anderen Features ein: Mindestens 4x Materialstärke zwischen Biegekante und nächster Biegekante, mindestens 2x Materialstärke zwischen Biegekante und nächstem Loch. Zu geringe Abstände führen zu Verformungen und ungenauen Bauteilen.
Tipp 3: Symmetrie nutzen
Symmetrische Bauteile sind einfacher zu fertigen und zu montieren. Sie ermöglichen eine optimierte Ausnutzung des Blechmaterials und reduzieren Rüstzeiten. Wo möglich, sollten Bauteile symmetrisch gestaltet werden.
Tipp 4: Toleranzen realistisch wählen
Wählen Sie Toleranzen so eng wie nötig, so weit wie möglich. Übertrieben enge Toleranzen treiben die Kosten in die Höhe, ohne immer einen funktionalen Vorteil zu bieten. Standardtoleranzen nach ISO 2768-mK sind für die meisten Anwendungen ausreichend.
Tipp 5: Schweißnähte minimieren
Jede Schweißnaht kostet Zeit und Geld. Durch kluge Konstruktion können Sie Schweißnähte reduzieren oder eliminieren. Beispiel: Statt zwei Bleche zu schweißen, ein Blech mit Aussparungen verwenden. Oder: Biegen statt schweißen, wo möglich.
Tipp 6: Zugänglichkeit für Schweißbrenner
Stellen Sie sicher, dass alle Schweißstellen für den Schweißbrenner zugänglich sind. Enge Kästen und Hohlräume erschweren das Schweißen und führen zu Qualitätsproblemen. Planen Sie ausreichend Platz für den Schweißprozess ein.
Tipp 7: Frühzeitig mit dem Fertiger sprechen
Der wichtigste Tipp: Binden Sie Ihren Fertiger frühzeitig in die Konstruktion ein. Wir beraten Sie gerne zu fertigungsgerechten Lösungen, bevor die Zeichnung finalisiert ist. Das spart Zeit, Geld und Nerven.
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