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Pulverbeschichtung oder Nasslack: Das richtige Verfahren wählen

Pulverbeschichtung oder Nasslack? Wir zeigen die Vor- und Nachteile beider Verfahren für Ihre Bauteile.

MV Renner Team1. März 20262 Min.

Zwei Verfahren, unterschiedliche Stärken

Bei der Oberflächenveredelung von Stahl- und Aluminiumbauteilen stehen Konstrukteure oft vor der Wahl: Pulverbeschichtung oder Nasslackierung? Beide Verfahren bieten Schutz vor Korrosion, unterscheiden sich aber massiv in der Anwendung, Haltbarkeit und den wirtschaftlichen Kosten.

Die Vorteile der Pulverbeschichtung

Die Pulverbeschichtung ist in den meisten industriellen Anwendungen die erste Wahl. Das Farbpulver wird elektrostatisch aufgeladen, auf das geerdete Bauteil gesprüht und anschließend bei ca. 180°C bis 200°C im Ofen eingebrannt. Das Ergebnis ist eine extrem stoßfeste, kratzfeste und chemikalienbeständige Oberfläche, die sofort nach dem Abkühlen belastbar ist. Ein weiterer massiver Vorteil ist die Umweltfreundlichkeit: Da keine Lösungsmittel verwendet werden, entstehen keine schädlichen VOC-Emissionen.

Wann Nasslack die bessere Wahl ist

Trotz der Dominanz der Pulverbeschichtung hat der klassische Nasslack weiterhin seine Daseinsberechtigung. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn Bauteile nicht hitzebeständig sind - beispielsweise wenn bereits Kunststoffe, Dichtungen oder sensible Elektronik verbaut sind. Zudem wird Nasslack bei extrem großen Offshore-Bauteilen eingesetzt, die schlichtweg in keinen Standard-Einbrennofen passen. Für 90% der regulären Maschinenbauteile ist die Pulverbeschichtung jedoch die robustere und langfristig wirtschaftlichere Lösung.

Kategorie

Oberflächentechnik

Schlagwörter

PulverbeschichtungNasslackOberflächenveredelungKorrosionsschutz

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