Technische Zeichnungen: Vollständig und eindeutig
Eine vollständige technische Zeichnung vermeidet Rückfragen und beschleunigt Ihre Fertigung.
Die Zeichnung als Kommunikationsmittel
Die technische Zeichnung ist die wichtigste Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung. Eine unvollständige oder mehrdeutige Zeichnung führt zu Rückfragen, Verzögerungen und im schlimmsten Fall zu fehlerhaften Bauteilen. Hier zeigen wir, worauf es ankommt.
Die Pflichtangaben jeder Zeichnung
Jede Fertigungszeichnung sollte folgende Informationen enthalten: Material und Materialstärke (z.B. S235, 3 mm), alle Maße mit Toleranzen, Biegeradien und Biegerichtung, Angaben zu Schweißnähten (Nahtart, Nahtgröße), Oberflächenbeschaffenheit (z.B. Pulverbeschichtung RAL 9005) und Stückzahl. Fehlt eine dieser Angaben, muss der Fertiger nachfragen.
Bemaßung nach Funktion
Bemaßen Sie Ihr Bauteil nach funktionalen Zusammenhängen, nicht nach Fertigungsschritten. Wichtige Passmaße sollten von einer gemeinsamen Bezugskante aus gemessen werden. Vermeiden Sie überzählige Maße, die zu Widersprüchen führen können. In CAD-Programmen können Sie Bemaßungsstile definieren, die konsistente Zeichnungen garantieren.
Toleranzen richtig angeben
Für allgemeine Maße genügt ein Verweis auf ISO 2768-mK im Zeichnungskopf. Kritische Maße (Passungen, Montageflächen) sollten explizit mit Toleranzen versehen werden. Nutzen Sie in Ihrer CAD-Software Toleranzsymbole und Passungseingaben, um Missverständnisse zu vermeiden.
Unser Tipp: STEP-Modell + PDF-Zeichnung
Die ideale Kombination für die Fertigung ist ein 3D-STEP-Modell für die Geometrie plus eine bemaßte PDF-Zeichnung für die Toleranzen und technischen Hinweise. So erhalten wir alle Informationen, die wir für eine präzise und wirtschaftliche Fertigung benötigen.
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